Wo sind die guten Männer?

Wieso melden sich gute Männer selten bei Partneragenturen? Sind sie weniger mutig oder sind Männer misstrauischer diesen Weg einzuschlagen? Oder lassen sich Männer mehrheitlich einfach von beziehungswilligen Frauen auswählen, sind doch keine Jäger, sondern die Gejagten?
In meiner Therapiepraxis höre ich öfter solche Geschichten. Männer scheinen – aus welchem Grund auch immer – lieber den sicheren Weg gehen zu wollen, zu warten bis man auf sie zukommt. Oft erlebten sie sich schon als Knaben nicht als liebenswert, hatten zuwenig Zuwendung, das Gefühl sich für irgendwas schämen zu müssen, nicht zu genügen.

Aber das ganze Wissen hilft mir nicht, mehr Männer für meine wirklich interessanten und guten Frauen zu finden. Zwar haben alle Agenturen, auch die Internetplattformen, das selbe Problem. Nur wird es vertuscht. Neulich habe ich mit einem Herrn, der im selben Alterssegment sucht, sogar noch eine Selektion betreffend Kantone eingegeben hat, ausgetauscht. Er hat über 400 Kandidatinnen auf der eingeschränkten Plattform, ich als Frau 80-100, aber gesammtschweizerisch. Die Angabe auf der Eintrittsseite spricht aber von 48% Männer zu 52% Frauen.

Hat jemand eine andere Erklärung? So viel mehr Frauen gibt es ja auch statistisch nicht dass dieses Phänomen verständlich würde.

Also, Ihr lieben Männer. Meldet Euch kostenlos und unverbindlich. Ich brauche Eure Hilfe und Ihr vielleicht auch meine!

9 Kommentare zu “Wo sind die guten Männer?

  1. ich bin Witwer 68J. 170cm.65Kg. sehr aktiv. kulturell interessiert und sehr gut vernetzt.
    Schreckt das die Frauen ab? Oder liegt es an meinen cm? Die letzte Begegnung endete mit der Aussage, sie hätte keinen Platz neben mir?
    Gruss Hanspeter

  2. Also ich sags mit einfachen Worten: “Die Umwelt formt den Menschen und das Familienrecht die Männer!”

    Es muss sich also keine Frau mehr wundern. Vielleicht führt man ja hier auch eine Quote ein!

    Hihi!

  3. Kein Mann, der auch nur ein bißchen Grips im Kopf hat, läßt sich mit einer Frau aus dem deutschsprachigen Raum ein. Ws handelt sich nämlich entweder um BorderlinerINNEN, arrogante und faule SelbstüberschätzerINNEN mit einer völlig außerirdischen Anspruchshaltung oder Mannweibern, die erst mal ihre Feminität entwickeln müßten.

    In mein Leben wird keine europäische Frau mehr Einzug halten. Nach zwei Scheidungen und den Auswirkungen eines femfaschistischen Rechtssystems lebe ich seit über 10 Jahren alleine und es geht mir so gut, wie noch nie im Leben. Meine Lebensqualität hat ein Maß erreicht, was durch eine (europäische) FrauIN nur verringert würde. Daher macht es für einen normalen Mann überhaupt keinen Sinn, sich mit einer kaputten europäischen Frau zu belasten.

  4. warum sollte ich mich bei partneragenturen anmelden oder aktiv nach einer frau suchen? ich bin zwar single, aber nicht gerade sehr gross und wiege 68 kilo. welche frau moechte schon so einen mann? ich würde mich von einer enttäuschung zur nächsten bewegen. aber ich moechte nicht mehr verletzt werden wegen diverser äusserlichkeiten. es spielt ohnehin keine rolle, welche fähigkeiten man(n) sonst noch mitbringt, wenn man die mindestkriterien bei der optik nicht erfüllt. ich finde beziehungen sind was für grosse und durchtrainierte männer. ich habe mein glück im leben auch so gefunden und bin mit fast 32 jahren alt genug, um zu wissen, dass ich nicht unbedingt eine frau brauche.

    liebe grüsse

    rodrigo

  5. Als frisch getrennte Singlefrau habe ich, 45, im Net etwas gestöbert und bin auf Ihre wunderschöne und gepflegte Webseite gelangt.

    Sehr ansprechend, gefällt mir ausgezeichnet. Bin mir sicher, dass Ihre Partnersuchenden bei Ihnen gut aufgehoben sind und professionell betreut werden.

  6. Lieber Stephan

    Deine Thesen kann ich nicht alle unterschreiben. Frauen lernen z.B. schon als Mädchen eher zu helfen als sich helfen zu lassen. Ich denke bei der Partnersuche sind sie einfach mutiger.

    Dein Punkt zwei überlasse ich Dir. Ich bin kein Mann.

    Männer diskutieren lösungsorientiert und haben eher Schwierigkeiten sich einzufühlen. Aber es gibt auch Frauen die so sind.

    Die Cowboy – Happyend Geschichte find ich Spitze.

    Ich habe in meiner Kartei keine Frauen die einen Ernährer suchen. Sie haben sich selber genug erarbeitet und sind alle gut bis sehr gut situiert. Das fällt bei meiner Partnervermittlung also weg.

    warum kaufen anstatt leasen – was bringt das auf die Länge? Ich glaube, dass der Mensch doch im tiefen Innern ein Gegenüber sucht…

    Negative Erfahrungen prägen immer. Aber sie sind meist auch zu 50% selber gemacht. Machtkämpfe und Schuldzuweisungen bringen niemanden weiter.

    Ja, früher war der Mann die Autorität zu Hause. Aber es braucht ja auch immer jemand der das zulässt. Heute sind Frauen selbstbewusster und die Chance auf eine Beziehung auf Augenhöhe ist intakt – auch wenn sie vielleicht unbehaglich ist.

    Nicht alle jungen Frauen möchten einen Sugardaddy..

    Automatisch geht gar nichts. Aelter werden heisst nicht reifer werden. Da müsste man etwas dazu beitragen.

    Das ist Deine Definition von Liebe? Ich teile sie. Aber es gibt da sicher noch mehr.

    Gib die Hoffnung nicht auf. Du bist sicher auf dem gutem Weg, ausser Du wirst zum Leaser.

    Herzlich
    Roswitha

  7. Lieber Peter

    Ist das nicht eine zu simple Erklärung? So gross sind die statistischen Unterschiede in der Realitäten nicht. Ich glaube auf die ganze Welt bezogen sind es 50 zu 50. Aber wenn Du auf einer spezifischen Statistik beharrst, werde ich sie suchen.

    Roswitha

  8. Wo sind die “Guten”

    Sicher, Frauen und Männer sind verschiedene Wesen. Beide Geschlechter sind wohl nicht allein nur durch ihre gesellschaftliche Prägung an (unbewusste) Rollenmuster “gebunden”, sondern auch im Bereich der Kommunikation meist auf unterschiedlichen Ebenen beheimatet.
    Sicher ist der Fakt, dass sich mehr Frauen helfen lassen, einen passenden Partner zu finden, als dies bei Männern der Fall ist, MULTIFAKTORAL.

    Nachstehend ein paar Thesen (meine unvollständige Meinung und Anstoss für Gegenthesen) zur “Begründung” zur Frage, welche Frau Clavadetscher in den Raum gestellt hat:

    1. Frauen haben von klein auf gelernt sich HELFEN zu lassen. Warum nicht auch bei der Parnersuche?

    3. Meine Erfahrung sagt mir, dass Frauen viel bewusster eine Beziehung angehen.
    Ich bin auch gerne Geniesser körperlicher Genüsse, doch muss ich zur Schande meiner Geschlechtsgenossen leider eingestehen, dass das Blut in vielen Fällen, wenn es nach unten fliesst… halt da oben nicht zur optimalen Funktionstüchtigkeit der Ratio beiträgt…

    3. Frauen können besser über sich selbst sprechen, besonders über ihre Gefühle und Sehnsüchte. Das brauchts zur Parnerwahl im Institut.
    Frauen kommunizieren eher auf der emotionalen Ebene, als auf einer reinen Sachebene. Die Selbstkundgabe von Gefühlszuständen fällt den Frauen leichter als Männern.
    Männer diskutieren eher “lösungsorientiert” und oft an einer weiblichen Partnerin vorbei.

    4. Männer wollen eher “erobern”
    (obwohl bekanntlich erwiesenermassen die Weibchen “entscheiden”, ob es zu einem vertieften Kontakt kommt oder nicht.)
    Sie lösen Probleme und Aufgaben allein
    und sind zudem Kinder ihrer Zeit.
    Geprägt vom Cowboy-Image, der als einsamer Reiter in den Sonnenuntergang reitet – allein mit seinem Pferd, wenn er alle Probleme allein gelöst hat. Dies ist das Happyend der Männerfilme.
    Bei Frauenfilmen ist zum Schluss das Happyend oft das weisse Kleidchen vor dem Traualtar (… wo es dann, nicht wie im Film, im Leben erst richtig losgeht mit der Beziehung…)

    5. Viele Männer haben Beziehungserfahrung und sind von der Rolle des “Ernährermodells” schwer enttäuscht. Solange sie “funktioniert” haben war alles O.K. – wenn’s mal bergab ging, standen sie oft alleine da.

    6. Finanzielle Folgen einer Scheidung.
    Jeder Vertrag, und Ehe ist ein zivilrechtlicher Vertrag, ist auflösbar – die Frage ist wie hoch der Preis ist und was das “kostet”.
    Vielen Männern ist die Lust an der aktiven Suche vergangen… (
    Die sagen sich: “Warum denn kaufen, wenn man leasen kann?”

    7. Negative Erfahrungen in der Beziehung – die gescheiterte Ehe – wurden meistens zuerst von der Frau als “gescheitert” erkannt.
    SIE wollte die Trennung.
    Für vile Männer ist das ein “verlorener” Krieg.
    Sie fühlen sich “schuldig” und vor allem als “Verlierer”.
    Aus der Sicht des Kriegers, ein kleiner Erklärungsversuch dazu:
    “Plinius, römischer Kriegsberichterstatter Cäsars, meinte über eine von Cäsar gegen die Barbaren verlorene Schlacht lakonisch: “… die Wahl der Waffen seiner Gegner oblag nicht ihm selbst…”
    Frauen “kämpfen” in Paretnerschaftskonflikten mit der Waffe der Emotionen, zum Teil unter völliger Ausserachtlassung der Ratio und der gewesenen Realitäten, die zu den Konflikten geführt haben.
    Männer haben zwar auch Emotionen, psychologisch gesehen die selben wie Frauen, aber Männer haben weniger gelernt diese zu zeigen und damit konstruktiv umzugehen (Rollenbedingte Prägung).

    8te und letzte These:

    “Ältere Semester sind nicht immer REIFER für eine echte Partnerschaft auf Augenhöhe.”

    “… ja älter man/frau wird, um so “festgefahrener” wird das Bild (Anforderung) an eine/n potenzielle/n Parner/-in…”

    Und viele Männer wollen dann halt ein junges Ding, dem sie die Welt erklären können.

    Die Frauen suchen nach der Ernährerphase (wenn die Aufzucht beendet ist… ;-))
    … dann einen Parner zum “Philosophieren”.
    Meist sind das aber nicht dieselben Typen von der Persönlichkeit her.

    “Vielleicht bringt das biologische Älterwerden nicht automatisch auch mehr REIFE (Selbstverantwortung, z.B. für die eigenen Gefühle und Gedanken und eigenen Rollenverhalten) mit sich…”

    Wünscht man sich die “Liebe” als Basis der Beziehung, so müsste man/frau zuerst mal über die “LIEBE” als Begriff reden.
    Was ist denn das?

    Für mich (MANN … un das gerne!!!) ist LIEBE nichts anderes als AKZEPTANZ.
    “Akzeptanz” heisst, jemanden so anzunehmen wie eER/SIE wirklich ist und nicht wie man/frau ihn/sie haben möchte.

    Diese Offenheit, interessiert auf einander zuzugehen wird bei vielen älteren Semestern leider nicht mehr praktiziert.

    Schade!

    … und dennoch gebe ich die Hoffnung nicht auf… und da bin ich auch als Mann völlig emotional und entgegen aller Erfahrungswerte vom Wunschdenken getriebener Romantiker.
    (… und das SUCHEN gefällt mir immer besser, weils noch spannend ist, wen man da so auf seinem Weg alles trifft ;-))

  9. Am 26. März 2008

    Wo sind die guten Männer? Gute Frage!

    Ist es nicht so, dass es ab einem bestimmten Alter mehr Witwen gibt als Witwer und mit zunehmenden Alter auch immer mehr Frauen, rein demografisch bedingt?
    Das wäre mal eine ganz nüchterne, sozusagen “mathematische” Erklärung zu deiner Frage.

    Oder sind die Männer doch bloss schreibfaul?

    Gruss Peter

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